Schwierige Situationen
Schwierige Situationen im Alltag meistern
„Du hast mein Geld genommen.“ – „Ich brauche keine Hilfe.“ – „Lass mich in Ruhe.“ Solche Sätze treffen, gerade wenn man sich aufopfert. Hinter fast jedem davon steckt ein Bedürfnis: Sicherheit, Kontrolle oder Würde.
Das Wichtigste in Kürze
- Verhalten ist bei Demenz meist Ausdruck eines Bedürfnisses, nicht Bosheit.
- Auslöser suchen: Schmerzen, Überforderung, Lärm, Hunger, Müdigkeit.
- Weniger diskutieren, mehr umlenken.
Vorwurf: „Du hast etwas gestohlen“
Dahinter steckt fast immer die Erfahrung, dass Dinge unerklärlich verschwinden. Streiten Sie nicht. Helfen Sie beim Suchen, legen Sie einen zweiten Satz Schlüssel bereit und prüfen Sie typische Verstecke.
Weigerung beim Waschen
- Scham ernst nehmen: Handtuch anbieten, Schritt für Schritt vorgehen
- Feste Uhrzeit wählen, zu der die Stimmung meist gut ist
- Warme Räume, warmes Wasser, ruhige Ansagen
- Nicht diskutieren, sondern führen: „Ich helfe dir mit dem Rücken.“
„Ich brauche keine Hilfe“
Hilfe anzunehmen bedeutet zuzugeben, dass etwas nicht mehr geht. Formulieren Sie Unterstützung als Selbstverständlichkeit oder als Ihren eigenen Wunsch: „Ich mache das gern zusammen mit dir.“
Was Sie jetzt tun können
- 1Führen Sie eine Woche lang ein kurzes Situationstagebuch, um Auslöser zu erkennen.
- 2Besprechen Sie wiederkehrende Konflikte in der ärztlichen Praxis – oft steckt Körperliches dahinter.
Häufige Fragen
Quellen
- Informationsblätter und Ratgeber zu Demenz — Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 22. April 2026 · Aktualisiert am 28. Juli 2026
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