Überforderung
Wenn die Pflege zu viel wird
Vielleicht funktionieren Sie gerade nur noch. Sie schlafen schlecht, sind gereizt, haben Termine für sich selbst abgesagt. Das ist kein Charakterfehler, sondern ein Alarmsignal. Wer dauerhaft pflegt, braucht selbst Versorgung.

Das Wichtigste in Kürze
- Pflegende Angehörige haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Erschöpfung und Depression.
- Entlastung ist ein Anspruch, keine Belohnung für Härtefälle.
- Kleine, regelmäßige Auszeiten wirken besser als eine große irgendwann.
Warnzeichen ernst nehmen
- Sie schlafen schlecht oder wachen mit Herzklopfen auf
- Sie reagieren gereizt, obwohl Sie das nicht wollen
- Sie haben eigene Arzttermine verschoben
- Freundschaften und Hobbys sind eingeschlafen
- Sie haben Gedanken, die Sie erschrecken
Entlastung, die Ihnen zusteht
- Entlastungsbetrag für Betreuung und Haushaltshilfe
- Verhinderungspflege, wenn Sie einige Tage ausfallen
- Kurzzeitpflege für längere Auszeiten
- Tagespflege an mehreren Tagen pro Woche
- Angehörigengruppen der Alzheimer-Gesellschaften
- Kur für pflegende Angehörige
Was im Alltag hilft
Planen Sie Ihre Auszeit wie einen Arzttermin: fest, wiederkehrend, nicht verschiebbar. Und geben Sie eine Aufgabe komplett ab – nicht halb. Delegieren funktioniert nur, wenn Sie nicht nebenher kontrollieren.
Was Sie jetzt tun können
- 1Prüfen Sie Ihren Anspruch auf Entlastungsleistungen.
- 2Suchen Sie eine Angehörigengruppe in Ihrer Nähe.
- 3Vereinbaren Sie einen eigenen Arzttermin.
Häufige Fragen
Quellen
- Wege zur Pflege – Beratung und Angebote — Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Leistungen der Pflegeversicherung — Bundesministerium für Gesundheit
- Informationsblätter und Ratgeber zu Demenz — Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V.
Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 02. Mai 2026 · Aktualisiert am 14. August 2026
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