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Überforderung

Wenn die Pflege zu viel wird

Vielleicht funktionieren Sie gerade nur noch. Sie schlafen schlecht, sind gereizt, haben Termine für sich selbst abgesagt. Das ist kein Charakterfehler, sondern ein Alarmsignal. Wer dauerhaft pflegt, braucht selbst Versorgung.

6 Minuten Lesezeit Aktualisiert am 14. August 2026 Fachliche Prüfung ausstehend
Pflegende Angehörige macht eine Pause mit einer Tasse Tee

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflegende Angehörige haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Erschöpfung und Depression.
  • Entlastung ist ein Anspruch, keine Belohnung für Härtefälle.
  • Kleine, regelmäßige Auszeiten wirken besser als eine große irgendwann.

Warnzeichen ernst nehmen

  • Sie schlafen schlecht oder wachen mit Herzklopfen auf
  • Sie reagieren gereizt, obwohl Sie das nicht wollen
  • Sie haben eigene Arzttermine verschoben
  • Freundschaften und Hobbys sind eingeschlafen
  • Sie haben Gedanken, die Sie erschrecken

Entlastung, die Ihnen zusteht

  • Entlastungsbetrag für Betreuung und Haushaltshilfe
  • Verhinderungspflege, wenn Sie einige Tage ausfallen
  • Kurzzeitpflege für längere Auszeiten
  • Tagespflege an mehreren Tagen pro Woche
  • Angehörigengruppen der Alzheimer-Gesellschaften
  • Kur für pflegende Angehörige

Was im Alltag hilft

Planen Sie Ihre Auszeit wie einen Arzttermin: fest, wiederkehrend, nicht verschiebbar. Und geben Sie eine Aufgabe komplett ab – nicht halb. Delegieren funktioniert nur, wenn Sie nicht nebenher kontrollieren.

Was Sie jetzt tun können

  1. 1Prüfen Sie Ihren Anspruch auf Entlastungsleistungen.
  2. 2Suchen Sie eine Angehörigengruppe in Ihrer Nähe.
  3. 3Vereinbaren Sie einen eigenen Arzttermin.

Häufige Fragen

Quellen

Autor: Redaktion ichhabedemenz.de · Fachliche Prüfung ausstehend · Veröffentlicht am 02. Mai 2026 · Aktualisiert am 14. August 2026